MontagsPost: Zwölf

Kaum zu glauben, aber heute ist schon Tag zwölf im neuen Jahr. Ist das Jahr noch neu oder ist es mit zwölf Tagen vielleicht schon ein bisschen verbraucht, angestaubt, benutzt?

Im MontagsPost geht es ja regelmäßig um Themen, die mich im Laufe der vergangenen Woche vor allem geschäftlich bewegt haben. Nun ist das in diesem Fall nicht ganz so leicht, da ich bis einschließlich Mittwoch noch Ferien gemacht habe.

Allerdings ist in der vergangenen Woche um uns herum sehr viel passiert, was die meisten von uns beschäftigt und betroffen gemacht hat. Möglicherweise denkt der ein oder andere jetzt: Oh je, will sie jetzt auch noch politisch Stellung nehmen?

Nein, an politischen Diskussionen werde ich mich in diesem Rahmen nicht beteiligen. Dennoch kann und will ich nicht verschweigen, dass die aktuelle gesellschaftliche Lage, in der wir uns alle befinden, mich intensiv beschäftigt.

Es geht um unsere Gesellschaft bzw. um die Gemeinschaft, in der wir miteinander leben. Es geht auch um Verantwortung, und zwar Verantwortung von jedem einzelnen. Es geht um die Themen Toleranz und Wertschätzung.

Es beginnt bei uns selbst und in unseren kleinsten sozialen Begegnungen, wie wir zueinander stehen und wie wir miteinander umgehen.

Sind wir überhaupt noch in der Lage, im Sinne einer Gemeinschaft zu denken oder denken wir ausschließlich an uns selbst? Und sind wir uns dessen bewusst, was passiert, wenn jeder nur noch an sich denkt und nicht mehr an sein Gegenüber?

Es beginnt in der Familie, mit Freunden, es ist wichtig am Arbeitsplatz und schließlich auch in unserem gesamten Umfeld?

Natürlich geht es auch um Ängste und Besorgnisse, das möchte ich nicht bestreiten. Aber Ängste und Besorgnisse kann man nur bewältigen, in denen man sich ihnen stellt und darüber spricht, um Lösungen zu finden.

Pauschalisierungen oder das Projizieren auf eine bestimmte Gruppe haben noch nie zum Ziel geführt. Es gibt nicht nur das eine oder das andere, gut oder böse, schwarz oder weiß. Es gibt immer zahlreiche Facetten, die jeder einzelne von uns mitbringt. Das, was der eine toll findet, muss dem anderen noch lange nicht gefallen. Das, was für den einen gerecht erscheint, ist für den nächsten absolutes Unrecht. Können wir das akzeptieren?

Es geht um (Eigen-)Verantwortung und es geht um Werte. Welche Werte sind uns wichtig? Welche Werte geben wir an unsere Kinder weiter? Mit welchen Werten begegnen wir unseren Nachbarn oder unseren Kollegen? Und welche Werte vertreten wir im Rahmen unserer täglichen Arbeit?

„Ich, ich, ich“ oder auch mal „Komm, ich helfe dir…“?

In diesem Sinne hoffe ich, dass es noch nicht kurz vor Zwölf ist.

erfolg
Miteinander

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.