MontagsPost: (Un)Zufriedenheit

Hatten Sie einen schönen Urlaub?

Sind Sie zufrieden mit der Zeit, in der Sie nicht arbeiten gegangen sind und Zeit für die Dinge hatten, die Sie gern machen wollten? Haben Sie sich erholt?

Sagen Sie jetzt ganz klar: Ja. Es war schön. Oder gehören Sie zu den Menschen, die sagen: Ja, aber das Wetter war zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken, der Urlaub war zu kurz, der Strand zu voll, das Essen immer das Gleiche????

Warum eigentlich? Warum sind Sie nicht zufrieden?

Was bedeutet das eigentlich, zufrieden zu sein?

„Zufriedenheit ist gemäß dem Bedeutungswörterbuch des Duden:

  1. a) innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als man hat;
  2. b) mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen o. ä. einverstanden zu sein, nichts auszusetzen zu haben.

Adjektivisch ist man zufrieden (etwa mit sich und der Welt).“ (Quelle: Wikipedia)

Okay, das klingt wirklich anspruchsvoll und anstrengend und wer will sich schon im Urlaub anstrengen?

Es geht nicht nur um die Urlaubszeit, sondern natürlich auch um die Zeit danach und davor.

Zufriedenheit bedeutet also, innerlich ausgeglichen zu sein, Unzufriedenheit bedeutet folglich innerlich im Ungleichgewicht zu sein.

Zufriedenheit bedeutet, nach nichts zu verlangen, Unzufriedenheit bedeutet, ständig nach Neuem zu verlangen.

Das ist viel verlangt und ganz eindeutig immer ein Wechselspiel. Etwas zu erreichen, macht uns zufrieden. An diesem Punkt stehen zu bleiben, macht uns unzufrieden, wir wollen uns weiterentwickeln.

Dieser Wunsch nach Bewegung und Weiterentwicklung ist etwas ganz natürliches und im Grunde genommen sogar sehr gesund.

„Leben ist Bewegung. Bewegung ist Veränderung.

Nur wer sich bewegt, kann auch etwas verändern.“ (Zitat unbekannter Verfasser)

Dieser Leitspruch gehört zu meinen persönlichen Favoriten.

Der Wunsch nach Bewegung und Weiterentwicklung ist die Basis von Lernen und die Basis für das Erreichen von Zielen.

Warum aber sind wir dann häufig so unzufrieden? Warum geht es uns oft nicht schnell genug, etwas zu verändern? Warum können wir nicht wenigstens für eine kurze Zeit das genießen, was wir erreicht haben.

Kennen Sie das Gefühl, am Ende eines hektischen und arbeitsreichen Tages zu sagen: „Puh, der Tag war heftig, aber ich habe wirklich viel geschafft.“ ?

Genießen Sie das Gefühl. Kosten Sie es voll aus. Machen Sie sich bewusst, was Sie geleistet haben und seien Sie einfach zufrieden.

Natürlich kommt der nächste Arbeitstag und es könnte möglicherweise wieder viel zu tun sein, mit unerwarteten und unvorhergesehenen Anforderungen. Seien Sie jetzt nicht unzufrieden, weil schon wieder so viel ansteht. Halten Sie kurz inne, erinnern Sie sich an das positive Gefühl, des gestrigen Abends, was Ihnen gezeigt hat, wieviel Sie leisten können und jetzt machen Sie sich ran an die Aufgaben.

Das ist sowieso nicht zu schaffen? Dann schaffen Sie eben so viel möglich. Geben Sie ihr bestes und seien Sie zufrieden oder nehmen Sie das Pensum als neue Herausforderung.

Aber nicht vergessen: Zwischendurch innehalten, kurz durchatmen, dann weitermachen, das gibt Kraft und macht zufrieden.

Es ist keine Zeit zum „Innehalten“? Naja, irgendwo gibt es immer ein stilles Örtchen.

Sie selbst sind mit dafür verantwortlich, wie zufrieden oder wie unzufrieden Sie sind. Und mal ganz ehrlich: Was fühlt sich besser an? Zufriedenheit oder Unzufriedenheit?

Und jetzt nochmal zurück zu Ihrem Urlaub: hatten Sie einen schönen Urlaub?

In diesem Sinne…

Zufriedenheit

2 Replies to “MontagsPost: (Un)Zufriedenheit”

    • Das ist prima. Aber Urlaub ist ja nur ein Beispiel. Schließlich könnte man erwarten, dass nach der „schönsten Zeit“ der Mensch einigermaßen zufrieden ist. WArum aber antworten so viele mit „Ja, aber…“ ?

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