MontagsPost: PausenEnde

Es ist soweit: Das PausenEnde ist da! Der MontagsPost geht weiter!

Das PausenEnde nutze ich, um wieder an einer Blogparade teilzunehmen. Diesmal geht es im weitesten Sinne um das Thema: Urlaub, Auszeit oder Durcharbeiten?

Der genaue Titel der Blogparade lautet: „Sommer im E-Learning, was/das ist jetzt angesagt …“

Nun gehöre ich nicht zu E-Learning-Trainern, nehme mir aber die Freiheit, das Thema auf Selbständige zu erweitern. Schließlich stehen viele von uns, vor allem von den „Solo-Selbständigen“ jedes Jahr vor der Frage: Was mache ich im Sommer, wenn die allgemeine Urlaubszeit ausbricht?

Anja Röck, Initiatorin der Blogparade, stellt wichtige Kernfragen für die Sommerzeit:

„Machen Sie Urlaub? Oder nehmen Sie nur einzelne Tage frei?

Schalten Sie dabei richtig ab – oder ist die Arbeit „eigentlich“ immer mit dabei?

Wie sorgen Sie für einen „freien Kopf“? Baumelt die Seele oder treibt Sie eher der Wind durch Ihr Business?

Ist dies vielleicht sogar genau Ihre Methode diese Zeit, in welcher viele verreist, nicht erreichbar sind – aufzuarbeiten – neues zu entwickeln…?

Machen Sie vielleicht Business mal anders? Im Freibad, auf der Parkbank und kommen so – auch ohne zu verreisen – auf … ja auf was?

Oder nochmal ganz anders … Machen Sie vielleicht einen Intensivkurs – für sich, für Ihre Kunden, mit Kollegen um die Sommerzeit effektiv zu nutzen?“

Die meisten, die regelmäßig meinen MontagsPost lesen, wissen bereits, dass ich nicht nur einmal im Jahr Aktiv-Urlaub in den Bergen mache, sondern auch in der Sommerzeit einige Tage Pause einlege, um durchzuatmen und um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Ich mache also Urlaub bzw. Ferien, denn in dieser Zeit steht mein Unternehmen still. Die Dauer der Betriebsferien mache ich einerseits abhängig von der aktuellen Projektlage, vom Wetter und andererseits von meinen eigenen persönlichen und gesundheitlichen Bedürfnissen. Wer nicht auf seine Gesundheit achtet, ist irgendwann nicht mehr in der Lage, die Leistungen erbringen zu können, die man selbst von sich erwartet.

Um wirklich Ferien machen zu können, mache ich mein Büro konsequent zu, manchmal hänge ich sogar das „Geschlossen“-Schild an die Tür. Und dann höre ich ganz tief in mich hinein. Während die Ferien in den Bergen vor allem von Aktivität geprägt sind, sind die Tage im Sommer davon geprägt, die Seele baumeln zu lassen. Ich mache nur das, worauf ich wirklich Lust habe: Ausschlafen, lange frühstücken, ohne Ende Bücher lesen, Gärtnern, Tagesausflüge, liebe Menschen treffen usw. Ganz wichtig: Es gibt keinen Plan!

Wenn sich bei aller Entspannung plötzlich kreative Ideen fürs Business einschleichen, dann lasse ich sie zu. Wenn sie bleiben, halte ich sie fest oder schreibe sie auf. Wenn sie wieder Pause machen, dann lasse ich sie abschweifen. Ich zwinge mich in diesen Tagen nicht dazu, sie weiterzuverfolgen, aber Ideen dürfen kommen und gehen. Auch Ideen machen Pause und kommen zum PausenEnde wieder.

Manchmal leite ich die Ferienzeit mit Fortbildungen ein. Gern fahre ich dann extra quer durchs Land, um an einer Fortbildung teilzunehmen. Das mache ich aber nur, wenn das Thema passt. Außerhalb der Fortbildung habe ich dann schon fast Urlaub, andere Umgebung, andere Menschen, andere Wege. Ich kann mich ganz aufs Lernen einlassen und nehme dort schon vor der Pause die Inspirationen für die Zeit nach dem PausenEnde mit.

Soweit zum Thema Urlaub und Sommerzeit. Die Fragen der Blogparade gehen aber noch ein bisschen weiter – für mich zumindest.

Schließlich gibt es Zeiten -nicht nur im Sommer- zu denen der Kopf am Schreibtisch nicht so funktioniert, wie man sich das selbst wünscht. Manchmal klappt es mit der Kreativität und der Produktivität nicht auf Bestellung. Das kennt sicher jeder Selbständige, aber auch jeder Angestellte oder auch jede Führungskraft.

An solchen Tagen sehe ich in der Selbständigkeit einen großen Vorteil: Ich gestalte meine Arbeitszeit und meinen Arbeitsplatz frei. Gerade wenn kreative Aufgaben zu erledigen sind, nehme ich sie gern mit in die Natur, zum Sport oder auf den Liegestuhl oder die Couch. Bewegung und die Veränderung der Arbeitsumgebung geben mir an solchen Tagen einen neuen Blick auf die Aufgaben und neue Impulse.

Für die eigene Weiterentwicklung und die Weiterentwicklung des eigenen Business braucht es regelmäßig neue Impulse Schließlich haben Kunden Erwartungen und Wünsche. Hierfür muss man sich, meiner Ansicht nach, Zeit nehmen bzw. Zeit einplanen. Damit man sich nicht selbst das Gefühl vermittelt, die Weiterentwicklung immer zusätzlich und nebenbei machen zu müssen, also ungern und irgendwie unter Zwang, wähle ich für mich den Weg, auch hierfür gesondert Zeit einzuplanen. Manchmal ist es nur ein verlängertes Wochenende, manchmal eine ganze Woche. Ich gehe dann in „Klausur“ bin nicht erreichbar für Kunden und Kollegen und bringe die Themen „zu Papier“, die ich schon lange mit mir herumschleppe. Während der Zeit der Klausur wird konsequent gearbeitet, ohne Kontakt zum Alltags-Business.

Klausur ist kein Urlaub und Urlaub ist keine Zeit zum Arbeiten. Ich trenne das sehr konsequent, lasse aber zu jeder Zeit Ideen kommen und fließen. Für mich ist das die beste Möglichkeit der Weiterentwicklung.

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit zum Arbeiten und eine Zeit zum Ausruhen. Es gibt eine Zeit für Ideen und eine Zeit der Produktion. Es gibt eine Zeit zum Essen und eine Zeit zum Schlafen. Es gibt eine Zeit für Neues und eine Zeit für Gewohntes. Es gibt eine Zeit für Alltag und eine Zeit für Besonderes. Alles hat seine Zeit.

In diesem Sinne…

PausenEnde

One Reply to “MontagsPost: PausenEnde”

  1. Hallo Raphaela,

    vielen Dank für diesen Einblick in deine Balance zwischen Arbeit-Klausur-Urlaub, in deinen Ausgleich zwischen Kommen-Gehen und Gehen-lassen, in dein Pendeln zwischen Pausen und PausenEnde.

    Gefallen hat mir besonders dein Satz: „Auch Ideen machen Pause und kommen zum PausenEnde wieder.“

    Das kann ich nur bestätigen, aber erst als ich es hier gelesen habe wurde es mir auch richtig bewusst.

    Ich freue mich, dass du bei der Blogparade mitgemacht hast und wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinem Ausgleich im Gleichgewicht.

    Herzliche Grüße
    Anja

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