MontagsPost: Herausforderung

Guten Morgen,

hatten Sie ein schönes langes Wochenende? Waren das Aufstehen und der Gang zur Arbeit heute bereits eine Herausforderung? Und was bedeutet das, wenn etwas für uns zu einer Herausforderung wird?

Der Duden erklärt Herausforderung wie folgt:

„Bedeutungen:

Aufforderung zum Kampf, (Sport) das Herausfordern (…)

Provokation

Anlass, tätig zu werden;

Aufgabe, die einen fordert (…)

Synonyme zu Herausforderung:

Brüskierung, Kampfansage; (bildungssprachlich) Affront, Provokation; (umgangssprachlich) Aufforderung zum Tanz; (Jargon) Challenge, Aufgabe, Problem, Schwierigkeit“

Nun stellt sich die Frage: Sind Herausforderungen etwas Positives oder eher etwas Negatives? Was ist für Sie eine Herausforderung?

Wenn ich die ersten Bedeutungserklärungen aus dem Duden lese, dann klingt das für mich eher negativ. Herausforderung als Aufforderung zum Kampf. Das klingt für mich irgendwie anstrengend. Auch die Provokation wäre mir nicht als erstes eingefallen, da auch diese Bedeutung in erster Linie nicht immer positiv besetzt ist. Wer lässt sich schon gern provozieren?

Den Anlass, tätig zu werden und die Aufgabe, die einen fordert, kann ich persönlich am besten nachvollziehen. Den Schwerpunkt lege ich hier auf die Aufgaben, die mich in meinem beruflichen, manchmal auch in meinem privaten und sportlichen Umfeld fordern.

Mögen Sie Herausforderungen?

Ich mag Herausforderungen. Aufgaben, die mich so fordern, dass ich nicht nur mein Können und Wissen in die Lösung mit einbringen kann, sondern mir bei der Erledigung der Aufgaben noch neue Erfahrungen aneignen kann und damit meinen Horizont erweitere, machen mich zufrieden. Und das nicht nur, wenn alles erledigt ist, sondern bereits in den Zwischenschritten, also wenn in einem Projekt die sogenannten Meilensteine erreicht werden können. Zu mir passt der Ausdruck: „an den Aufgaben wachsen“.

Herausforderungen können mich an meine Grenzen bringen und mich in die Lage versetzen, diese Grenzen zu überschreiten, um die Anforderung zu meistern. Wenn ich die Herausforderung gemeistert habe, dann macht mich das zufrieden.

Das bedeutet aber nicht, dass ich permanent neue Herausforderungen benötige, um zufrieden zu sein. Außerdem stellt sich damit automatisch die Frage:

Was macht eine Aufgabe zu einer Herausforderung?

Wie ist das bei Ihnen? Wann erledigen Sie einfach nur Aufgaben und wann stehen Sie vor einer neuen Herausforderung? Welche Faktoren spielen hierfür eine Rolle?

Ist der Unterschied zwischen der Aufgabe und der Herausforderung abhängig von äußeren oder inneren Faktoren? Welche überwiegen? Äußere Faktoren könnten sein: Zeit, Ort, Aufgabensteller, Erwartung, Umfang der Aufgabe, Zielvorgabe. Innere Faktoren könnten sein: Wissen, Erfahrung, (Un-)Abhängigkeit, Sympathie, Tagesform.

Wie ist das bei Ihnen? Welche Faktoren (müssen) überwiegen, damit Sie sich herausgefordert fühlen?

Nehmen wir nochmal das morgendliche Aufstehen nach dem verlängerten Wochenende. Ist das zur Herausforderung geworden, weil Sie intensiv „gefeiert“ haben und zu wenig Schlaf bekommen haben oder gibt es auf Ihrer Arbeitsstelle Faktoren, die Ihre Motivation dämpfen, so dass das schlichte Hingehen dort bereits zur Herausforderung (zum Kampf) wird?

Nun, egal, wie Sie diese Fragen für sich beantworten: Ich wünsche uns allen eine hervorragende Woche mit vielen positiven Ergebnissen im Sinne der Herausforderung.

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