MontagsPost: Kommunikation

In den vergangenen Tagen und Wochen, habe ich mich einmal mehr mit dem Thema „Kommunikation“ befasst.

Viele schöne geflügelte Worte sind mir in diesem Zusammenhang begegnet:

  • Kommunikation ist das A&O.
  • Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Ohne Kommunikation geht gar nichts.
  • Kommunikation dient der Verständigung.
  • Kommunikation dient der Kundenzufriedenheit.
  • Kommunikation mit Mitarbeitern fördert den Zusammenhalt.
  • Kommunikation ist die Basis Ihrer Kundenbeziehungen.

Sicher kennen Sie auch das ein oder andere geflügelte Wort zum Thema „Kommunikation“.

Was aber ist nun Kommunikation?

Keine Angst, ich werde mich, wie auch bei anderen Themen, nicht in die Reihen wissenschaftlicher Abhandlungen einreihen, jedoch der Sache einmal auf den Grund gehen.

Zunächst einmal habe ich mich um die Herkunft des Wortes an sich gekümmert. Wo kommt der Begriff her und was bedeutete er ursprünglich?

Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist eine Sozialhandlung gemeint, in die mehrere Menschen (allgemeiner: Lebewesen) einbezogen sind. Wesentliche Aspekte dieser Sozialhandlung sind zum einen Anregung und Vollzug von Zeichenprozessen und zum anderen Teilhabe, in der etwas als etwas Gemeinsames entsteht (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“). (Zitat Wikipedia)

Dies finde ich einen überaus interessanten Aspekt, der sich aus der Wortherkunft ergibt:

Kommunikation ist eine Sozialhandlung, bei der etwas geteilt wird oder gemeinsam getan wird.

Sicher ist vielen von Ihnen auch das Modell „Sender-Empfänger“ bekannt. Kommunikation funktioniert nur zwischen einem Sender und einem Empfänger und wenn es gut läuft, wird der Empfänger zum Sender und umgekehrt. Natürlich nur, wenn keine Störungen eintreten.

Und kennen Sie den?

„Man kann nicht nicht kommunizieren“

Kommunikation basiert eben nicht nur auf Sprache, sondern Kommunikation teilt Zeichen. Zeichen aus Lauten (Schallwellen), Bildern, Buchstaben, Körperhaltungen,…

Wenn also ein Sender Zeichen von sich gibt und diese beim Empfänger ankommen, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch der ursprüngliche Sender vom Empfänger Zeichen erhält.

Was aber, wenn der Empfänger nicht die (erwarteten) Zeichen sendet, oder Zeichen ausblieben? Selbst bei einer fehlenden Antwort in Worten erhält der ursprüngliche Sender Zeichen vom Empfänger.

Anders ausgedrückt: Wenn Ihnen jemand eine Frage stellt und Sie darauf keine Antwort erhalten, dann ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie eine Antwort empfangen. Beispielsweise ein Lächeln, ein Schulterzucken, Augenrollen, Weggehen des Gegenübers,…

Keine Antwort (in Worten) ist auch eine Antwort.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass Kommunikation uns immer schwerer fällt. Und das, obwohl wir uns immer mehr Mittel zur Kommunikation schaffen und uns damit umgeben: Zettel und Stift, Telefon, Internet, Soziale-Medien, Chatprogramme, Smartphones oder iPhones usw.

Je mehr Medien uns zur Verfügung stehen, desto komplizierter machen wir uns die Kommunikation an sich.

Sender – Empfänger – Empfänger – Sender … Eigentlich ganz einfach.

Unsere zahlreichen Werkzeuge sollten uns Kommunikation erleichtern, um z.B. Entfernungen zu überwinden und damit dem Sender bestätigen, dass wir seine Nachricht erhalten haben.

Zu einer echten Sozialhandlung wird Kommunikation erst dann wieder, wenn wir Informationen wirklich miteinander teilen und dem Absender auch eine Rückmeldung geben.

Da wir uns in unserem „Kommunikationszeitalter“ beim Mitteilen von Zeichen nicht immer gegenüberstehen und möglicherweise der Empfänger aufgrund zahlreicher eingehender Informationen nicht alles gleichzeitig verarbeiten kann, ist es umso wichtiger, den Sender dennoch nicht ohne eine Rückmeldung zu lassen.

Oder wie geht es Ihnen, wenn Sie keine Antwort erhalten?

Es geht auch noch anders. Nicht immer sind Sie in der Position des Senders. Es gibt auch immer mal Situationen, in denen Sie sich Informationen wünschen.

Nehmen wir mal die Situation, Sie werden von Ihrem Vorgesetzten zu einem Gespräch gebeten. Oft beginnt es mit der Frage des Vorgesetzten: „Haben Sie mal einen Moment?“ Sofort schießen Ihnen eine Vielzahl von Fragen durch den Kopf: „Was will er/sie denn?“, „Habe ich was falsch gemacht?“ „Was ist denn nun schon wieder?“ „Warum gerade ich?“ „Worum geht es eigentlich?“ usw.

Geschickter wäre es doch, wenn Sie gefragt werden: Können wir uns übermorgen zwischen 11.00 und 12.00 Uhr mal zusammensetzten? Ich möchte gern mit Ihnen über den Stand des Projektes XY sprechen. Oder so ähnlich.

Klare Botschaft, klare Zeichen, klares Ziel, klare Antwort: Ja, das passt bei mir.

Und noch ein Aspekt der Kommunikation: Fragen

Kennen Sie das noch von früher?

wer wie was

der die das

wieso weshalb warum

wer nicht fragt bleibt dumm!

wer wie was

der die das

wieso weshalb warum

wer nicht fragt bleibt dumm!

tausend tolle sachen

die gibt es überall zu sehen,

manchmal muss man fragen,

um sie zu verstehen! (Seamstrassenlied)

werwiewas
Wer, wie, was… (Quelle: Sesamstrasse)

Warum gilt das nur für Kinder? Stellen Sie Fragen, bleiben Sie neugierig und freuen Sie sich, wenn sie gefragt sind, äh…, werden.

In diesem Sinne: „Wer, wie was….“

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