MontagsPost: Content

In der letzten Woche habe ich mich mit dem Thema Kommunikation beschäftigt, mit dem Ergebnis, dass wir meiner Meinung nach, trotz zahlreicher Kommunikationsmittel zu wenig miteinander kommunizieren.

Ich habe weiter darüber nachgedacht und bin dann darauf gestoßen, dass es möglicherweise daran liegen könnte, dass wir uns zu wenig Gedanken über den Inhalt unserer Kommunikation machen.

Nun werden mir spontan viele widersprechen. Schließlich sind Kommunikationsinhalte in aller Munde. Es gibt:

  • Content-Management-Systeme
  • Content-Marketing
  • Content-Kongresse
  • Content-Manager
  • usw.

OK, dann beginne ich wieder mit der eigentlichen Bedeutung der Worte „Inhalt“ bzw. „Content“:

„Inhalt“ ist ein Gegenstand oder ein Stoff in verschiedenen Aggregatszuständen. Man unterscheidet physische Inhalte und nicht-physische Inhalte.

„Physische Inhalte sind Güter, die sich in einem Behälter befinden – beispielsweise zur Lagerung oder für den Transport. Bei nicht-physischen Inhalten handelt es sich meist um Daten, Informationen oder um Wissen und Meinungen. Sie können beispielsweise in einer Datei oder einer Nachricht enthalten sein oder auch durch Literatur oder ein Kunstwerk vermittelt werden. Für Medieninhalte, insbesondere die der Neuen Medien, wird auch der Anglizismus Content benutzt.“ (Zitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Inhalt)

Nicht-physische Inhalte/ Content = Informationen, Wissen, Meinungen

Es geht also nicht nur um die Frage, ob und wieviel wir kommunizieren, sondern auch darum, WAS wir kommunizieren.

Und damit meine ich nicht nur die Kommunikation mit großen Zielgruppen, sondern auch die kleineste Einheit unserer Kommunikationsziele, also unser direktes „Gegenüber“.

  • Wie kommunizieren wir miteinander und wie gehen wir miteinander um?
  • Hören wir einander zu?
  • Stellen wir uns aufeinander ein?
  • Gehen wir aufeinander zu?
  • Können wir uns in den anderen hineinversetzen?
  • Verstehen wir die Botschaft unseres Gegenübers?
  • Verpacken wir unsere Botschaften so, dass Sie bei dem anderen ankommen und verarbeitet werden können?
  • Sind unsere Botschaften verlässlich oder heute Hüh und morgen Hott?
  • Verpacken wir unsere Botschaften so, wie wir sie selbst gern erhalten möchten?

Ich bin mir sicher, dass es nicht immer klappt, alle Fragen positiv zu beantworten. Wenn wir uns aber ständig darum bemühen, diese Fragen nicht aus den Augen zu verlieren, dann klappt es auch mit dem Überbringen von Inhalten, dann klappt es auch mit der Kommunikation.

Zu meinen Lieblingsbeispielen gehört die Kommunikation mit dem Kunden. Eine der zentralen Fragen ist nicht nur, welchen Content ich dem Kunden anbiete, sondern wie transportiere ich den Content so, dass er beim Kunden positiv in Erinnerung bleibt.

Und für positive Erlebnisse benötigen wir mehr als eine einfach zu bedienende Webseite, ein farbenfrohes Anschreiben oder regelmäßig wechselnde Inhalte als Informationen für unsere Kunden. Natürlich sollte die erste Ansprache des Kunden ein angenehmes Gefühl und vor allem das Bedürfnis nach dem Produkt oder der Dienstleistung wecken.

Was aber kommt danach? Was passiert, wenn der Kunde plötzlich den persönlichen Kontakt sucht, eine Frage hat, ein Anliegen oder sogar ein Problem?

Wie transportieren wir dann unsere Inhalte? Bleiben die Versprechen nach tollem Service nur leere Hüllen oder können wir diese, zusammen mit den Mitarbeitern wirklich in inhaltliche Taten umsetzen? Sind wir in der Lage, physische und nicht-physische Inhalte so zu transportieren, dass der Kunde erhält, was er benötigt?

Haben wir unsere Mitarbeiter ausreichend in die Lage versetzt (ich denke da an Kompetenzen und an Rechte), sich auf individuelle Bedürfnisse von Kunden einzustellen? Geben wir ausreichend Möglichkeiten an die Hand, Lösungen zu finden und anzubieten?

Alles eine Frage des Inhalts, eine Frage des internen Contents.

Kleine Zeichen erleichtern die Kommunikation.

inhalts_zeichen
Klappt auch in der „Sie“-Form mit dem Kunden.

Für alle, die jedoch lieber 0815-Kommunikation ohne Inhalte betreiben, habe ich einen Kundenbrief erstellt, der immer passt und immer verwendbar ist. Viel Spaß damit.

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