MontagsPost: Besinnlichkeit

Es ist Zeit für den MontagsPost, den letzten in diesem Jahr. Im Januar habe ich den allerersten MontagsPost verfasst und damit mein persönliches Experiment gestartet, nahezu wöchentlich einen Beitrag zu verfassen, zu einem für mich wichtigen oder aktuellen Thema.

Wie erwartet, habe ich es nicht wirklich jede Woche geschafft, allerdings ist es heute der 37.MontagsPost. Das bedeutet, dass ich es an nur 15 Montagen im Jahr aus unterschiedlichen Gründen nicht geschafft habe, etwas zu schreiben. Ich denke, ich kann stolz auf dieses Ergebnis sein. Nächstes Jahr geht es weiter.

Im Laufe dieser Woche werde ich meine traditionelle Winterruhe starten und mich auf die Suche begeben nach Besinnlichkeit.

Alle Welt spricht in dieser Zeit von Ruhe und Besinnlichkeit. Das mit der Ruhe scheint mir bei den meisten jedoch ein „frommer Wunsch“.

Was aber ist dann Besinnlichkeit?

Wie immer habe ich ein wenig recherchiert, aber eine eindeutige Definition konnte ich nicht finden.

Im Duden habe ich einige Synonyme gefunden, die den Begriff „Besinnlichkeit“ möglicherweise etwas eingrenzen und beschreiben helfen:

„Gelassenheit; Ausgeglichenheit, Bedächtigkeit, Beschaulichkeit, Besonnenheit, Frieden, Geduld, Gemächlichkeit, Gemütlichkeit, Geruhsamkeit, Gleichgewicht, Langsamkeit, [Seelen]ruhe, (…)“

Das ist es also, was wir uns zum Jahresende wünschen: Besinnlichkeit.

Wenn wir uns den Begriff genauer anschauen, entdecken wir einen Kern, nämlich den Sinn.

Und vielleicht ist es das, was wir zum Jahresende, zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel versuchen zu finden. Den Sinn. Den Sinn in unserem Tun und Handeln, den Sinn unserer Arbeit und Aufgaben, den Sinn der Hektik und des Stresses, den wir uns oft selbst auferlegen. Möglicherweise auch den Sinn von Begegnungen und Abschieden. Den Sinn von Neuanfängen und Abschlüssen.

Ich persönlich denke, das in allem was wir tun und erleben oder erfahren ein Sinn steckt. Nicht immer verstehen wir den Sinn sofort, manchmal sehr viel später oder auch gar nicht, wenn uns nicht jemand dabei behilflich ist, das ein oder andere mit anderen Augen oder aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Persönlich denke ich auch, wir sollten nicht immer bis zum Jahreswechsel damit warten, um über den ein oder anderen Sinn nachzudenken, sondern uns mutig fragen nach dem Wie und Warum. Das hilft. Wir sollten schauen, welche Spuren wir hinterlassen oder welchen Spuren wir folgen. Ein Stück Besinnlichkeit mitten im Tun und Handeln. Ein Stück Ruhe und Gelassenheit – mitten im Alltag.

spuren_hinterlassen

Auch zwischendurch mal zur Be-Sinn-ung kommen. Besinnlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein fröhliches und auch besinnliches Weihnachtsfest, ein paar schöne Tage, an denen wir verwöhnen und verwöhnt werden, die Hektik des Jahres abschütteln, auf die positiven Lichtblicke zurückblicken, neue Energie sammeln und dann voller Neugier ins neue Jahr starten. Mit Besinnlichkeit für jeden neuen Tag.

Besinnlichkeit
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